Hanfanbau

Hanfanbau

Der Anbau von Hanf erfordert gärtnerisches Geschick und unterliegt innerhalb der Europäischen Union strengen Auflagen. Dabei gibt es nationale Unterschiede. Während in den Niederlanden auch der Hanf Anbau von Pflanzen mit einem höheren THC-Gehalt legal ist, ist in den meisten anderen Ländern lediglich der Anbau von sogenanntem „Nutzhanf“ erlaubt.

Hanfanbau für den Rausch

Bei Cannabis handelt es sich um eine diözische Pflanze, dass bedeutet das zwischen männlichen und weiblichen Hanfsamen unterschieden wird. In Hinsicht auf Anbau und Verwendung unterscheiden sich Pflanzen unterschiedlichen Geschlechts erheblich voneinander.

Beim Hanfanbau zu Zwecken der Nutzung des Harzes als Betäubungsmittel, eignen sich ausschließlich weibliche Pflanzen, die strikt getrennt von männlichen Pflanzen gezüchtet werden.
Der Tetra-Hydro-Cannabiol (kurz: THC)-Gehalt von unbefruchteten weiblichen Pflanzen ist hoch genug, um ausreichend für die Herstellung von Marihuana oder Haschisch zu sein.
Da Hanfpflanzen per Windbestäubung befruchtet werden, sollte dabei eine ausreichende Entfernung zu männlichen Hanfpflanzen garantiert werden.

Hanfanbau für die Industrie

Beim Anbau von Nutzhanf können sowohl männliche als auch weibliche Sorten gemeinsam angebaut werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die männlichen Pflanzen (Femel) früher erntereif sind als die weiblichen Pflanzen. Daher praktizieren die Züchter von Nutzhanf eine selektive Ernte, die auch als „Femeln“ bezeichnet wird.
Zur Optimierung des Anbaus wurde außerdem eine ausschließlich einhäusige Hanfsorte entwickelt, die den Hanfanbau dahingehend verbesserte, dass nun alle Pflanzen gleichzeitig geerntet werden konnten.

Hanfwurzeln dringen tief in das Erdreich ein und lockern so den Boden auf. Deshalb ist der Hanfanbau beliebt um trockene, unfruchtbare Böden, auch für andere Nutzpflanzen bestellbar zu machen.

In Deutschland ist Landwirten der Anbau von 14 verschiedenen Nutzhanfsorten erlaubt, deren THC-Gehalt unter 0,2% liegt.