Hanfsamen anbauen

Hanf ist eine sehr alte Kulturpflanze und wegen ihrer Widerstandsfähigkeit relativ einfach anzubauen. Da aus Hanf, und zwar aus Industriehanf mit niedrigem THC-Gehalt, eine Vielzahl an Produkten, von Papier über Seile bis hin zu Textilien, gewonnen werden können, könnte man selbst auf die Idee kommen, selbst Hanfanbau zu betreiben. Dabei muß man sich aber im klaren sein, daß das in Deutschland nur mit einer Genehmigung erlaubt ist.
Verwendung von Hanfsamen
Das Hanfsamen anbauen von Medizinalhanf ist aufgrund des deutschen
Betäubungsmittelgesetzes streng verboten, und zwar nicht nur der Hanf Anbau,
sondern auch der Kauf, Handel und jede andere Betätigung mit der
Pflanze oder mit Teilen davon.
Wer es aber trotzdem probieren möchte, sollte sich geeignete Samen
besorgen und keinen Industriehanf verwenden. Hanfsamen anbauen ist im
Haus das ganze Jahr über möglich. Dazu werden die Samen für 24 Stunden
eingeweicht und dann in einen Aufzuchtballen aus Torf, der vorher für
eine Stunde in Wasser gelegt wurde, gesteckt. Diesen gibt man dann in
eine Schüssel, die mit Frischhaltefolie abgedeckt wird, um ein
Gewächshausklima zu erreichen. Hydrokultur wäre eine weitere Methode.
Dabei wird der eingeweichte Same in eine Schale mit feuchten
Papiertüchern gelegt und ebenso mit Folie abgedeckt. Wenn dann die
ausgetriebene Wurzel 2 cm lang ist, wird der Keimling vorsichtig in
einen Torfballen gesteckt. Der Samen darf allerdings bei keiner der
Methoden austrocknen oder zu schimmeln beginnen. Um das zu erreichen
muß vorsichtig gegossen und die Schale regelmäßig gelüftet werden.
Hanfsamen anbauen ist also nicht unbedingt sehr schwierig, man muß sich
aber darüber im klaren sein, daß man sich strafbar macht.