Kanabis Samen

Kanabis Samen

Kaum ein Rohstoff sorgt in Deutschland für so viel Diskussionsbedarf wie Hanf (­Cannabis ­sativa L.).
Der schon ca. 2500 vor Christi dokumentierte, schnellwüchsige und schädlingsresistente Rohstoff, wurde vor allem zur Produktion von Textilmateriailen und Papier verwendet, die Kanabis Samen hingegen lieferten hochwertige Öle für Speisen, Kosmetika, Reinigungsmittel und Brennstoffe.
Darüber hinaus wurde die Hanfpflanze, als Heilmittel eingesetzt und der ­Kanabissamen diente als Grundnahrungsmittel. Der Kanabis Samen enthält keine Spuren von ­THC und damit auch keine berauschende Wirkung und kann ähnlich wie Sojaprodukte, als ­nährstoffreiche Vollkost konsumiert ­werden.

 

Einschränkungen für Kanabis Samen

Leider findet dieser Kanabis Samen in Deutschland, aufgrund der immer strenger werdenden Bestimmungen (BtMG), nur noch in der Tierfutterproduktion seine Verwendung denn der Anbau, Erwerb, Besitz oder die Veräußerung von Kanabis Samen ist hier vom Gesetzgeber strengstens untersagt.
Ausnahmeregelungen gelten für genehmigte Großbauern, welche nachweislich den THC freien Industriehanf anbauen.
Besonders dramatisch ist diese Entwicklung zu beobachten da die Ölgewinnung aus den ­Kanabis Samen, eine echte Alternative zu der Gewinnung fossiler Brennstoffe darstellt. Die Pflanze stellt kaum Umweltansprüche und ist ohne den Einsatz von Pestiziden resistent gegen die meisten bekannten Unkräuter und Schädlinge.
So könnte der Hanf Samen als eine wichtige Ernährungsgrundlage, aber auch als Energiequelle, und die Hanfpflanze als Rohstofflieferant für Textilien weiter genutzt werden. Der Anbau für die Gewinnung des nahrhaften Korns ist relativ einfach und soll dem Leihen im Folgenden kurz veranschaulicht werden.

Dem Kanabis Samen wird 24 Stunden ausreichend Wasser zugeführt (sehr trockener Samen muss eingeweicht werden), anschließend muss der Samen auf ein befeuchtetes Torfbeet gesetzt und mit wenig Erde bedeckt werden. In einem feuchtwarmen Gewächshausklima gedeiht der Kanabis Samen am besten. Durch eine regelmäßige Belüftung wird der Bildung von Schimmel vorgebeugt. Durch eine regelmäßige, aber mäßige Befeuchtung wird ein Austrocknen verhindert.